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29. Juni 2020

Anerkennung oder Verhöhnung? - Grundrente ab 35 Beitragsjahren!


28. November 2019

Was heißt hier "Missverständnis"? Innerhalb von drei Monaten dann doch mehr als 30% Sanktionen?


2. Mai 2019

"Zwischenbericht Zukunftsdialog 'Neue Arbeit - Neue Sicherheit'"...

...des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Hier geht es zum Zwischenbericht, in dem mehrfach das Bedingungslose Grundeinkommen erwähnt wird, auch im Zusammenhang mit einem Expertenworkshop (S. 74):

"Bei einem Fachworkshop zum Thema 'Bedingungsloses Grundeinkommen' wurde dieses Konzept jedoch von vielen WissenschaftlerInnen kritisch beurteilt".

Zwar wird weder ein Datum benannt, wann er durchgeführt wurde, noch wird erwähnt, wer die Wissenschaftler waren. Dass ein Ministerium sich Expertise beschafft und sich daraus ein Urteil bildet, ist sinnvoll. Doch, wenn davon gesprochen wird, dass viele der Experten das BGE kritisch beurteilt haben und kein Einblick in die Expertise gegeben wird, würde man gerne wissen, wer diese Experten waren. Erst so könnte beurteilt werden, wie die Expertise zu gewichten ist, war es z. B. eine ausgewogene Runde oder wurden überwiegend Personen eingeladen, die sich ohnehin ablehnend geäußert hatten? Das wäre z. B. einseitig. Gab es auch Fürsprecher mit abwägenden Argumenten? Solange Stellungnahmen nicht mit Personen verbunden werden können, bei denen eine Nachfrage möglich ist oder die detaillierter Stellung bezogen haben, die nachgelesen werden kann, erscheint ein Hinweis auf Experten wie eine Berufung auf Autoritäten.

Sascha Liebermann

25. September 2015

"Alles so vernetzt hier"...

...eine Kritik des Soziologen Stefan Kühl am Grünbuch Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Gegen Ende heißt es in Kühls Beitrag:

"Das Grünbuch ist ein Beispiel dafür, wie wenig man sich in der Arbeits- und Sozialpolitik im Moment traut, heiße Eisen wie beispielsweise das bedingungslose Grundeinkommen anzufassen. Stattdessen dominiert ein Wertekatalog mit Formulierungen wie „gute Arbeit“, „gerechte Löhne“ oder „gute Unternehmenskultur“. Wegen ihrer Abstraktheit haben Werte zwar hohe Konsenschancen, sie stecken aber gleichzeitig voller praktischer Widersprüche. Was ist denn „gute Arbeit“? Wie errechnet man den einen „gerechten Lohn“? Schließt eine „gute Unternehmenskultur“ Entlassungen aus? Man kann nur hoffen, dass das für nächstes Jahr geplante Weißbuch des Arbeitsministeriums aus mehr als nur einer großen „Begriffswolke“ zum Thema besteht."