14. Oktober 2019

""Das #BGE hat viel mehr Facetten als nur eine Stillhalteprämie für Erwerbslose zu sein"...



Treffend, wenn vielleicht auch etwas missverständlich, denn eine Stillhalteprämie kann es gar nicht sein, es sei denn, jemand ließe sich tatsächlich durch ein BGE zum Stillhalten bewegen.

Sascha Liebermann

"Nine months ago, Andrew Yang was considered an entertaining curiosity"...


"Automation and labour market change may make basic income a reality...

...– but significant political barriers remain", schreibt Luke Martinelli im Blog des Institute of Policy Research der University of Bath. Er schließt seinen Beitrag mit folgender Passage:

"The evidence suggests that structural transformation and technological change may continue to augment the case for basic income. The challenge is to design schemes that attract broad levels of public support within fiscal parameters that do not discourage mainstream political parties – or make labour market insiders and pensioners significantly worse off. This may require proposals for more realistic payment levels, as well as greater modesty about what feasible basic income schemes can really achieve."

Ja, es mag sein, dass "technological change" die Bedeutung eines Bedingungsloses Grundeinkommen  größer mache, womöglich gerade angesichts der Zweifel daran. Doch der Sache nach ist ein BGE davon gar nicht abhängig, wenn man einmal danach gefragt hat, wozu der Sozialstaat in einer Demokratie eigentlich dienen solle, zur Stärkung der Erwerbstätigen oder der Bürger? Was ist seine Legitimationsgrundlage?

Sascha Liebermann

"Erfolgsfaktor Familie"...

...falls jemand noch daran gezweifelt hat, dass Familie ihr fremden Zwecken untergeordnet wird, muss sich nur diese Initiative anschauen, die vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend gefördert wird. Natürlich sind Familie und Beruf vereinbar, das ist die Botschaft. Siehe die Erklärung hier, aus der folgendes Zitat stammt: "Mit dieser Erklärung rufen wir Betriebe und Institutionen dazu auf, die Chancen des „Erfolgsfaktors Familie“ für die eigene Organisation ebenso wie für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft bestmöglich zu nutzen." Anzuerkennen oder zu nutzen, das ist zweierlei. Aber da ist Familie schon zum Zweck für anderes geworden, zum "Erfolgsfaktor" degradiert.

Siehe frühere Beiträge zu dieser Thematik von uns hier.

Sascha Liebermann

"Arbeit, Lohn, Profit"

Weitere Teile dieser Reihe finden Sie hier.

"A California city gave some residents $500 a month...

...no strings attached. Here’s how they spent it" darüber berichtet das Portal Vox.

11. Oktober 2019

"The Basic Income March is Now in 13 cities"...


Universal Basic Income Explained...

Andrew Yang has qualified for debate 5...

10. Oktober 2019

Basic Income March - am 26.10. in Berlin

Weitere Informationen finden Sie hier.

9. Oktober 2019

8. Oktober 2019

"Wir müssen das Konzept 'Hotel Mama' dringend überdenken" - Ablösung und Bedingungsloses Grundeinkommen...

...darum geht es in einem Interview mit Remo Largo in der Neuen Zürcher Zeitung. Largo war vor seiner Pensionierung u.a. für die Zürcher Longitudinalstudien verantwortlich, die am Zürcher Kinderspital durchgeführt wurden. Auf seiner Website finden sich etliche Veröffentlichungen dazu frei zugänglich.  In seinem jüngsten Buch "Das passende Leben" führt er seine über die Jahre gewonnenen Erkenntnisse zur kindlichen Entwicklung nochmals zusammen und kommt auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen zu sprechen (siehe hier und hier). Seine Einsichten sind interessant, weisen auf ganz drängende Fragen dahingehend hin, wie viel Zeit und Raum Familie heute noch hat und wie sehr Kinder in ihrer Entwicklung durch die Vorstellungen der Erwachsenenwelt bedrängt werden.

Im Interview gleich zu Beginn geht es, wie der Titel schon sagt, darum, dass junge Erwachsene viel zu lange zu Hause lebten und Largo vorschlägt, Wohngemeinschaften für junge Menschen zu ermöglichen, damit die Ablösung von den Eltern früher vollzogen wird. Nun stellt sich die Frage nach den Gründen für die späte Ablösung und zugleich, wie eine frühere unterstützt werden könnte. Hier kommt ein BGE ins Spiel, nicht alleine wegen des gesichert verfügbaren Geldes, um das Leben in einer WG zu finanzieren, das wäre ebenso ein Effekt. Gewichtiger noch ist, dass ein BGE mit dem Erreichen der Volljährigkeit die volle Verfügbarkeit über das BGE selbstverständlich werden ließe. In eine WG zu ziehen und es sich von den Eltern finanzieren zu lassen, ist etwas anderes, als es alleine tragen zu können, weil die Gemeinschaft es einem ermöglicht.

Siehe unsere früheren Beiträge über Remo Largo

Sascha Liebermann

"Vereinbarkeit ist eine Illusion"....

...Interview des Generalanzeigers aus Bonn mit Sascha Liebermann anlässlich einer Ringvorlesung an der Alanus Hochschule mit dem Titel "Liebe usw.". Der Titel ist, wie so oft bei solchen Interviews eine Zuspitzung, die Ausführungen sind knapp. Siehe frühere Beiträge hier im Blog zu "Familie" und "Vereinbarkeit von Familie und Beruf".


7. Oktober 2019

"Die Rück­kehr der „unwür­digen“ Armen. Eine kleine Geschichte der Arbeits­lo­sig­keit"...

...ein Beitrag von Bettina Grimmer auf Geschichte der Gegenwart. Siehe dazu auch "Faule Arbeitslose. Politische Konjunkturen einer Debatte" von Frank Oschmiansky, Silke Kull und Günther Schmid.

“'Alaska’s Permanent Fund Dividend: Examining its Suitability as a Model' available online"...

...schreibt Karl Widerquist auf den Basic Income News.

"An early version of a book, Alaska’s Permanent Fund Dividend: Examining its Suitability as a Model, is now available for free download on my personal website. A summary, from the first chapter of the book (2012), is reprinted below. If you want to cite or quote it, please see the published version:
Alaska’s Permanent Fund Dividend: Examining its Suitability as a Model, edited by Karl Widerquist and Michael W. Howard. New York: Palgrave Macmillan, 2012"