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9. Juli 2020

"Undisguised Relief" instead of "disguised make-work"


Das Buch, aus dem dieses Zitat teils stammt, finden Sie hier. Was er hier offenbar nicht zu sehen scheint, ist, dass "undisguised relief" mit Stigmatisierung einhergeht, wenn nicht alle sie erhalten. Es wäre nur eine Hilfe für die "Freigesetzten", keine aber für diejenigen, die noch erwerbstätig wären. Und wie sollten die einen von den anderen abgegrenzt werden? Am Ende des Buches skizziert Hazlitt das Problem, das uns heute allzu vertraut ist, wenn der Verlust von Arbeitsplätzen beklagt und die Schaffung neuer gefordert wird, auch wenn sie nicht benötigt werden. Sein Ausweg daraus ist ein Zeichen in die richtige Richtung, es fehlt nur die Fundierung in einer anderen Sozialpolitik.

Sascha Liebermann

19. Mai 2020

"Arbeit – demokratisieren, dekommodifizieren, nachhaltig gestalten" - ein blasses Manifest, erwerbsbezogen, keine Rede von Grundeinkommen...

..., das in der deutschen Fassung bei Zeit Online veröffentlicht wurde. Zur englischen und weiteren Fassungen geht es hier. Über 3000 Wissenschaftler haben unterzeichnet, teils sehr bekannte, darunter mancher, der sich für ein Bedingungsloses Grundeinkommen schon ausgesprochen hat. Statt von diesem ist im Manifest jedoch nur von einer job guarantee die Rede, in Anlehnung an Art. 23 der Erklärung der Menschenrechte. Diese Bezugnahme ist aber auch bezeichnend:

"Ein Weg, um dies zu erreichen, ist die Schaffung einer Arbeitsplatzgarantie ("job guarantee"). Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erinnert uns daran, dass jeder Mensch "das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit" hat. Eine Arbeitsplatzgarantie würde nicht nur jeder Bürgerin und jedem Bürger Zugang zu einer Arbeit bieten, die ein Leben in Würde ermöglicht, sie würde auch unsere kollektive Fähigkeit entscheidend stärken, die vielen drängenden sozialen und ökologischen Herausforderungen zu bewältigen, vor denen wir gegenwärtig stehen. Eine Arbeitsplatzgarantie würde es den Regierungen ermöglichen, auf lokaler Ebene menschenwürdige Arbeit bereitzustellen und gleichzeitig zu den immensen Anstrengungen im Kampf gegen den ökologischen Zusammenbruch beizutragen."

Siehe unseren früheren Beitrag dazu hier, zum "Recht auf Arbeit" hier.

Wer eine "Dekommodifizierung" des Lebens erreichen will, muss das Erwerbsgebot aufheben und die Existenzsicherung davon unabhängig gestalten. Das leistet aber nur ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

Es scheint ja eine Zeit der Aufrufe und Unterschriftensammlungen zu sein, das geht sicher auf die besondere Situation zurück. Aber was soll ein so allgemein gehaltenes international verbreitetes Manifest denn bewegen, wenn nicht zugleich eine öffentliche Debatte geführt wird? Die muss in jedem Land entlang der jeweiligen Problemlagen und Selbstverständnisse geführt werden, dort liegt der einzige Ansatzpunkt für Veränderungen, die konkret werden sollen. Das zeigt der Verlauf der jüngeren BGE-Diskussion recht klar.

Sascha Liebermann

27. November 2019

"Work gives us dignity"...


20. Mai 2019

"Joseph Stiglitz weighs in on Universal Basic Income and the future of work"...

...and sticks to the idea that "there is a certain dignity from work". That's what he said in a video published by CNBC.

Siehe auch den Kommentar von Daniele Fabbri auf Basic Income News. Stiglitz hat sich wiederholt eher skeptisch bis ablehnend zum Bedingungslosen Grundeinkommen geäußert.

18. März 2019

27. Februar 2019

22. August 2018

15. Juni 2018

14. Juni 2018

25. April 2018

26. März 2018

23. Januar 2018

22. Januar 2018

"The Real Future of Work"...

...mit dem Untertitel "Forget automation. The workplace is already cracking up in profound ways, and Washington is sorely behind on dealing with it". Darüber schreibt Danny Vinik auf im Politico Magazine (online).

29. März 2017

8. November 2016

"My Second Thoughts About Universal Basic Income"...

...ein Beitrag von Tyler Cowen, der so schließt: "Unfortunately, I don't have a good answer for how to get there, but I worry that permanent subsidies for those who don't work wouldn't lead toward solutions. That means effective safety-net policies will continue to be messy and complex. Although the universal basic income idea sounds like a good direct fix, it probably leads in the wrong direction."

18. Oktober 2016

6. Juli 2016

"Would a Work-Free World Be So Bad?"...

....fragt Ilana Strauss in the Atlantic: "Fears of civilization-wide idleness are based too much on the downsides of being unemployed in a society premised on the concept of employment".

16. Juni 2016

Basically flawed. Proponents of a basic income underestimate how disruptive it would be"...

..schreibt The Economist. Dort heißt es zu Beginn: "WORK is one of society’s most important institutions. It is the main mechanism through which spending power is allocated. It provides people with meaning, structure and identity...". Gerade letzte Behauptung ist verbreitet, in dieser Allgemeinheit aber nicht den Lebenswirklichkeiten angemessen. "Erwerbsarbeit", nur um die geht es in dem Beitrag, ist ein wichtiger Beitrag unter anderen, von denen ein Gemeinwesen lebt. Hier geht es zu einer Kritik am Economist-Beitrag von Rodrigo Zeidan.

15. Juni 2016

5. Juni 2013