Ein "Offener Brief", entworfen vom Bündnis Grundeinkommen, an die Moderatoren des "Kanzlerduells" zwischen Angela Merkel und Martin Schulz, der unterzeichnet werden kann.
11. August 2017
Spitzensportler und das Existenzminimum - ein Grund mehr für ein Bedingungsloses Grundeinkommen
Diese Verbindung mag überraschen, denn bei Spitzensport denkt man schnell an in den Medien präsente Sportler mit gut dotierten Werbeverträgen wie vielleicht Christiano Ronaldo, Lionel Messi, Usain Bolt oder anderen. Doch die meisten haben solche einträgliche Verträge gar nicht, wie in einem Beitrag von bento über Spitzensportler in der Leichtathletik deutlich wird. Für Profifußballer ist das Risiko ebenfalls groß, keinen Anschlussvertrag zu erhalten und von Schauspielern, auch bekannten, ist Ähnliches zu berichten, siehe hier, hier und hier.
9. August 2017
"Gefährlich flexibel" - ja, aber unter welchen Bedingungen?
Steven Hill beschäftigt sich in einem Beitrag bei Zeit Online mit "neuen Formen der Arbeitsverhältnisse" die den "Sozialstaat" gefährden und spitzt dann zu:
"Wenn so viele Beschäftigungsformen ineinanderfließen, verkompliziert das die Einhaltung der Arbeitsgesetze. In diversen Untersuchungen wurde weitverbreiteter Missbrauch festgestellt. Viele Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter, die eigentlich wie Arbeitnehmer für sie tätig sind, als Freiberufler, um ihre Sozialleistungen zu verringern und sich vor rechtlichen Verpflichtungen zu drücken. In vielen Fällen handelt es sich also um eine "Scheinselbstständigkeit"."
Er schlägt unter anderem deswegen eine Ausweitung der Künstlersozialkasse vor, um diejenigen in die Sozialversicherung besser einzubeziehen, die heute aufgrund der "neuen Arbeitsverhältnisse" aus den gegenwärtigen Formen sozialer Sicherung leicht herausfallen. Das ist als solches interessant, doch verbleibt er im Zusammenhang der bestehenden Sicherungssysteme. Dabei wäre es naheliegend sich die Frage zu stellen, ob es eine Möglichkeit gäbe, darüber hinaus zu gelangen, eben durch Bedingungsloses Grundeinkommen (siehe z. B. hier). Doch davon kein Wort.
Sascha Liebermann
"Wenn so viele Beschäftigungsformen ineinanderfließen, verkompliziert das die Einhaltung der Arbeitsgesetze. In diversen Untersuchungen wurde weitverbreiteter Missbrauch festgestellt. Viele Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter, die eigentlich wie Arbeitnehmer für sie tätig sind, als Freiberufler, um ihre Sozialleistungen zu verringern und sich vor rechtlichen Verpflichtungen zu drücken. In vielen Fällen handelt es sich also um eine "Scheinselbstständigkeit"."
Er schlägt unter anderem deswegen eine Ausweitung der Künstlersozialkasse vor, um diejenigen in die Sozialversicherung besser einzubeziehen, die heute aufgrund der "neuen Arbeitsverhältnisse" aus den gegenwärtigen Formen sozialer Sicherung leicht herausfallen. Das ist als solches interessant, doch verbleibt er im Zusammenhang der bestehenden Sicherungssysteme. Dabei wäre es naheliegend sich die Frage zu stellen, ob es eine Möglichkeit gäbe, darüber hinaus zu gelangen, eben durch Bedingungsloses Grundeinkommen (siehe z. B. hier). Doch davon kein Wort.
Sascha Liebermann
8. August 2017
"Die % die das Bündnis Grundeinkommen sammelt werden anderen Parteien zurecht fehlen..."
Die % die das Bündnis Grundeinkommen sammelt werden anderen Parteien zurecht fehlen. Vielleicht gibt es ihnen über das BGE zu denken.— Grundeinkommen in De (@catperformer) 6. August 2017
7. August 2017
Christian Tod im Gespräch...
...in der Sendung "G wie Grundeinkommen" auf Radio Freequenns. Christian Tod hat den Film "Free Lunch Society" gedreht, der diesen Herbst in die deutschen Kinos kommen soll. Hier geht es zum Trailer.
"7,07 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen"...
....schreibt O-Ton-Arbeitsmarkt. Siehe auch das Interview mit Stefan Sell "Viele Jobs sind schlecht bezahlt".
4. August 2017
Über Mündigkeitsüberprüfungsexperimente und die Grenzen von Wissenschaft...
...schreibt Philip Kovce in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel "Experimente täuschen". Dass die Aussagekraft solcher Experimente überschätzt wird, ist die eine Seite, die andere ist, was sie praktisch bedeuten würden. Denn es würden nicht nur die vermeintlichen Auswirkungen eines BGE simuliert, es würde etwas getestet, das nicht in der Zukunft, sondern in Vergangenheit und Gegenwart schon tragende Säule eines demokratischen Gemeinwesens ist: die Autonomie der Praxis, die Mündigkeit der Bürger, und damit eine der Voraussetzungen, auf denen demokratisch verfasste Gemeinwesen heute schon ruhen. Feldexperimente zu diesem Zweck wären also letztlich Mündigkeitsüberprüfungsexperimente und genau aus diesem Grund undemokratisch. Zum Ausdruck brächten sie das Misstrauen gegen etwas, auf dessen Basis wir längst leben. Siehe dazu frühere Kommentare von meiner Seite hier.
Sascha Liebermann
Sascha Liebermann
Business Insider über Sam Altman...
..., der sich für ein "bedingungsloses Grundeinkommen" bzw. ein "garantiertes Einkommen" interessiert und dazu ein Projekt unterstützt. Hier der Beitrag in Business Insider und frühere Äußerungen zum Grundeinkommen. Hier Ausführungen auf der Website von Y-Combinator zum Grundeinkommen.
3. August 2017
"Universal Basic Income. Perspectives from across Australia"...
...eine Broschüre veröffentlicht von The Green Institute.
2. August 2017
"Natürlich kann ein eingeführtes BGE auch Nachteile mit sich bringen. Aber..."
...darauf kommt Karl Reitter, Lektor für Sozialphilosophie an der Universität Wien und langjähriger Befürworter eines Bedingungslosen Grundeinkommens, am Ende eines Beitrag auf der Website der Kommunistischen Partei Österreichs zu sprechen. Er fährt dann fort:
"....– und das ist die Frage – welche Forderung kann das nicht? Gibt es überhaupt eine Perspektive, die ausschließlich positive, emanzipatorische Effekte haben muss? Können etwa Lohnerhöhungen nicht zur weiterer Spaltung der ArbeiterInnenklasse beitragen? Kann eine „Belebung der Wirtschaft“ nicht auch ökologisch katastrophale Folgen zeitigen? Usw. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass so manche linke KritikerInnen des BGE mit zweierlei Maß messen."
Diese Bemerkung über die Nachteile ist insofern wichtig, als sie, wie Reitter zurecht schreibt, als Einwand grundsätzlicher Art gegen das BGE vorgebracht wird, so z.B. von Anke Hassel (siehe hier und hier), Christoph Butterwegge (siehe hier und hier) und Werner Vontobel (siehe hier und hier). Die Sorge vor den Nachteilen, die da artikuliert wird, verunmöglicht jeden Schritt, der vom Bestehenden wegführen würde. Wäre sie nun bloß Ausdruck eines persönlichen Unbehagens, nun gut, sie jedoch als allgemeinen Einwand zu gebrauchen führt zu bevormundendem Paternalismus.
Sascha Liebermann
"....– und das ist die Frage – welche Forderung kann das nicht? Gibt es überhaupt eine Perspektive, die ausschließlich positive, emanzipatorische Effekte haben muss? Können etwa Lohnerhöhungen nicht zur weiterer Spaltung der ArbeiterInnenklasse beitragen? Kann eine „Belebung der Wirtschaft“ nicht auch ökologisch katastrophale Folgen zeitigen? Usw. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass so manche linke KritikerInnen des BGE mit zweierlei Maß messen."
Diese Bemerkung über die Nachteile ist insofern wichtig, als sie, wie Reitter zurecht schreibt, als Einwand grundsätzlicher Art gegen das BGE vorgebracht wird, so z.B. von Anke Hassel (siehe hier und hier), Christoph Butterwegge (siehe hier und hier) und Werner Vontobel (siehe hier und hier). Die Sorge vor den Nachteilen, die da artikuliert wird, verunmöglicht jeden Schritt, der vom Bestehenden wegführen würde. Wäre sie nun bloß Ausdruck eines persönlichen Unbehagens, nun gut, sie jedoch als allgemeinen Einwand zu gebrauchen führt zu bevormundendem Paternalismus.
Sascha Liebermann
1. August 2017
"Wie ein bedingungsloses Grundeinkommen das Leben verändert"...
...unter dieser Überschrift berichtet der Tagesspiegel über die ersten 100 Gewinner von "Mein Grundeinkommen".
31. Juli 2017
"...Nur weil es in der Wirtschaft gut läuft, geht es doch den Menschen nicht automatisch gut..."...
...sagt Baukje Dobberstein, die sich für das Bündnis Grundienkommen engagiert,in einem Interview mit jetzt. Siehe auch ihren Beitrag in der Huffington Post.
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