https://t.co/UIdsOix0K6 pic.twitter.com/HowyF007l3
— Hannah Hübner (@hannah__vibe) May 2, 2022
4. Mai 2022
14. März 2022
"Widerstand gegen Hartz-IV-Pläne der Ampel",...
...darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung und versammelt Stimmen, die gegen eine vorübergehende Aussetzung von Sanktionen im Arbeitslosengeld II sind. Wenig überraschend ist der entscheidende Einwand, mit der Aussetzung von Sanktionen falle das ultimative Druckmittel weg, um gegen Pflichtverletzungen durch Leistungsbezieher vorzugehen.
Das ist richtig, die Gegner dieser Aussetzung sind hier klarer als manche Kritiker von Sanktionen, die zwar bestimmte Sanktionsformen nicht mehr wollen, an Sanktionen grundsätzlich aber sehr wohl festhalten. Die Frage, die sich stellt, ist, wie lässt sich die Befürwortung eines vorbehaltlos geltenden Existenzminimums damit vereinbaren, dasselbe kürzen zu können? Ist das Existenzminimum nun unverfügbar oder ist es das nicht? Und wie verträgt sich das ganze mit den Grundfesten der Demokratie, dem Mündigkeitsprinzip, dem Vertrauen in die Autonomie? Im Grunde gar nicht. Die Gerechtigkeitsvorstellungen, auf die im Beitrag verweisen wird, sind damit auch nicht im Einklang. Genau darüber braucht es eine intensive Diskussion.
Sascha Liebermann
3. Januar 2022
"Lebensmittel und Getränke
Lebensmittel und Getränke sind 155 Euro im Hartz-Satz aufs Monat. Das sind ca 5 Euro am Tag. Drei Mahlzeiten, macht etwas über 1,50 pro Mahlzeit. Nur mal so zur Einordnung dieser Clowns mit ihrem evergreen, die armen sind zu faul, um sich was zu gönnen
— Lower Class Magazine (@LowerClassMag) December 27, 2021
1. Juli 2021
"Sanktionen können sich längerfristig auf die Beschäftigungsqualität auswirken"...
...darum geht es in einem Beitrag von Markus Wolf, der im IAB-Forum über „Befunde aus der IAB-Grundsicherungsforschung 2017 bis 2020“ berichtet. Überraschend sind diese Befunde nicht. Leider erlauben die dazu genutzten standardisierten Daten keine Einsichten in die konkrete Problemlage von Leistungsbeziehern und wie sie mit ihr umgehen. Instruktiver sind dann Studien wie die zur sogenannten Armuts- bzw. Arbeitslosigkeitsfalle, in deren Rahmen immerhin ausführliche Interviews geführt wurden:
"Zur Kritik des Armutsfallentheorems" (Ronald Gebauer und Hanna Petschauer)"Die Arbeitslosigkeitsfalle vor und nach der Hartz-Reform" (Georg Vobruba und Sonja Fehr)
"Wer sitzt in der Armutsfalle?" (Ronald Gebauer, Hanna Petschauer, Georg Vobruba)
"Arbeit gegen Armut. Grundlagen, historische Genese und empirische Überprüfung des Armutsfallentheorems" (Ronald Gebauer)
Ein Mangel ist darin allerdings, dass man nichts darüber erfährt, wie sie ausgewertet wurden, wie dabei vorgegangen wurde.
Interessant hierfür auch die Arbeit von Franz Erhard "Die Erfahrung von Armut"
Sascha Liebermann
15. Januar 2021
"Entgegen verbreiteter Annahmen nehmen erwerbslose Arbeitslosengeld-II-Beziehende in einem nicht zu vernachlässigenden Umfang (wieder) eine Beschäftigung auf"...
...stellt ein Beitrag von Katharina Dengler und Kathrin Hohmeyer im IAB-Forum heraus. Wie die Autoren festhalten, ist diese Einsicht nicht neu. Siehe auch frühere Beiträge zu dieser Thematik hier, zur vermeintlichen Armutsfalle hier und hier.
9. Dezember 2020
Auch deswegen ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen sinnvoll
Für 3 Pers. Fam. (kein Internet) neuen Weitergewährungsantrag #ALGII #HartzIV ausgefüllt f.6 Monate. Neben WBA für jeden Mist EXTRA ANLAGE JE PERSON (41 Seiten)+Kontoauszüge, Nachweise & Lohnabrechnungen!
— Cloud Dancer🛩 (@Baron_Snoopy) December 8, 2020
NEUE BEWUSSTE SCHIKANE❗@hubertus_heil @spdde @UlrichSchneider @Paritaet pic.twitter.com/Iaa3oVYZGu
6. November 2020
Wenn das Existenzminimum dem Ermessen unterliegt, dann ist es keines - im gegenwärtigen Sozialstaat ist das allerdings konsequent
Hilft jetzt nicht, aber nur zum Vergleich: Stattdessen 1.200€ #BGE automatisch aufs Konto, ohne jegliche Diskussion, mit Gewissheit fürs ganze Leben. Michael Sienhold
— BGE Eisenach 🧢 (@bge_esa) November 5, 2020
Für die Sicherung des Existenzminimum sollte es keinen Ermessensspielraum geben - sonst ist es "verfügbar"
Ein Grundeinkommen schützt vor Armut, alle Menschen von der Geburt bis zum Tod erhalten jeden Monat vom Staat so viel Geld, wie sie zum Leben benötigen. Einfach so, als Grundrecht. Ohne, dass sie dafür etwas tun müssen. Ohne, dass es ihnen gestrichen werden kann. https://t.co/P2hJLaR4Tj
— Nicole van der Made (@NicvanderMade) November 5, 2020
28. Oktober 2020
"Generation Hartz IV: Kinder kämpfen für ihre Zukunft"...
...eine Dokumentation des Norddeutschen Rundfunks, die einen Rückblick auf die Agenda 2010 und die "Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" wirft, zu denen auch das Arbeitslosengeld II, vulgo Hartz IV, gehört. Die Wirkungen steht man aber nur, wenn ihre normative Bedeutung betrachtet wird. Arbeitslosigkeit ist nicht als solche problematisch, sondern des Status wegen, in den jemand gerät bzw. in dem er sich befindet, wenn er nicht erwerbstätig ist. Wer dagegen ernsthaft etwas tun will, kommt nicht darum herum, den normativen Vorrang von Erwerbstätigkeit in Frage zu stellen. Alles andere sind Sonntagsreden.
Sascha Liebermann
26. Oktober 2020
"ALG II-Regelsätze: 1 Euro mehr monatlich für 6-13-Jährige"
...darüber berichten Alexander und Bettina Hammer auf Telepolis.
14. September 2020
25. August 2020
Zuverdienst zwischen Hartz IV und Mindestlohn - mit BGE wäre das überflüssig
Damit er ein bisschen mehr Geld hat als derjenige, der nur #Hartz4 bezieht und ein bisschen weniger als derjenige hat, der ein Mindestlohn-Einkommen ohne Hartz4 hat. Mit #BGE bräuchte es diese Konstruktion nicht mehr. Michael Sienhold— BGE Eisenach 🧢 (@bge_esa) August 24, 2020
3. Februar 2020
15. November 2019
"Zwischen 2007 und 2018 sind damit mehr als 117 Milliarden Euro für das Aufstocken niedriger Löhne ausgegeben worden"
"Zwischen 2007 und 2018 sind damit mehr als 117 Milliarden Euro für das Aufstocken niedriger Löhne ausgegeben worden."#Sanktionen #BGE #Grundeinkommen https://t.co/C3vukv4cwh— BGE Eisenach 🧢 (@bge_esa) November 13, 2019
7. November 2019
"Was wie ein Erfolg aussieht, ist am Ende eine Niederlage"...
Sascha Liebermann
17. September 2019
Wo bleibt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Sanktionen...
"Das laufende Jahr wurde mit einer großen Anhörung zum Thema Sanktionen beim Bundesverfassungsgericht eröffnet: Am 15. Januar 2019 hat diese in Karlsruhe stattgefunden – mit einem umfangreichen Fragenkatalog des Gerichts (vgl. dazu Verhandlungsgliederung in Sachen „Sanktionen im SGB II“). Und seitdem ist wieder Stille eingekehrt – seit 2016 warten wir nun auf die ausstehende Entscheidung des hohen Gerichts zu dieser im wahrsten Sinne des Wortes existenziellen Frage."
10. Mai 2019
Ein Wort zum Tag der Arbeit: "Erwerbsarbeit ist [mehr] als Broterwerb: Sie schafft sozialen Zusammenhalt, ist sinnstiftend"...
LVZ: "Der Tag der Arbeit steht vor der Tür, da ist ein Blick in die Zukunft erlaubt: Gibt es in zehn Jahren das bedingungslose Grundeinkommen?"
Hoffmann: "Auch in zehn Jahren wird es kein bedingungsloses Grundeinkommen geben, weil die Erwerbsarbeit auch dann noch einen hohen Stellenwert haben wird. Menschen wollen von ihrer Arbeit ein ordentliches Leben führen können. Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert, der verkennt, dass Erwerbsarbeit mehr ist als Broterwerb: Sie schafft sozialen Zusammenhalt, ist sinnstiftend. Menschen erfahren durch sie Wertschätzung. Das Grundeinkommen ist nichts anderes als eine Stilllegungsprämie, um Menschen aus der Arbeit herauszudrängen."
Schafft Erwerbsarbeit "sozialen Zusammenhalt"? Ist sie "sinnstiftend"? Erfahren "Menschen [...] durch sie Wertschätzung"?
Erwerbsarbeit bekräftigt nur eines, die Geltung eines Leistungsethos und damit die Anerkennung von Leistung als Beitrag zum Gemeinwohl, doch eine Anerkennung der Person um ihrer selbst willen ist damit nicht verbunden. Diese Unterscheidung zweier Anerkennungsdimensionen ist gerade das moderne am Leistungsethos und die Grundlage jeglicher Kritik am Unterlaufen des Leistungsethos. Ist es der Maßstab, dann kann nicht Beschäftigung als solche Ziel einer Arbeitsmarktpolitik sein, das wäre eine leistungslose Erwerbsorientierung - im Grunde genau, was wir seit Jahrzehnten erleben. Wertschätzung erfährt man in Erwerbsarbeit nur für Leistung, an ihr werden Mitarbeiter gemessen, der Rest illusionäre Verklärung. "Sinnstiftend" kann sie eben nur sein, wenn menschliche Arbeitskraft dafür auch unerlässlich ist. Zur "Stilllegungsprämie" verweise ich auf frühere Kommentare, der Ausdruck lässt tief blicken.
Und natürlich heißt es an anderer Stelle:
Hoffmann: "Hartz muss überwunden werden. Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I muss verlängert werden. Und für Menschen, die dennoch in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen, brauchen wir ein Recht auf Qualifizierung."
Was wird hier überwunden?
Sascha Liebermann
26. April 2019
"Hartz-IV-Empfänger: Fast zwei Drittel seit über vier Jahren im Bezug"...
29. März 2019
82,79 Millionen Menschen leben von Bedingungslosem Grundeinkommen...
Sascha Liebermann