...in einem Interview von Ralf Streck auf Telepolis.
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31. Januar 2022
8. März 2021
Deshalb geht es schleppend voran mit dem BGE: die Vorbehalte gegenüber individueller Verhandlungsmacht
Karl Reitter: "Der #Paternalismus ... ist unübersehbar. Den Einzelnen #Handlungsmacht zu geben, kann in ihren Augen nur problematisch enden. ... #Grundeinkommen hingegen wirkt sowohl in der gesamtgesellschaftlichen Dimension als auch in der individuellen."https://t.co/VckUQtFK15
— GuggSo 📘 (@Guggamal) March 7, 2021
26. Oktober 2020
"ALG II-Regelsätze: 1 Euro mehr monatlich für 6-13-Jährige"
...darüber berichten Alexander und Bettina Hammer auf Telepolis.
18. Mai 2020
"Die Bürde des Menschen ist unantastbar"...
...ein Beitrag von Ralph Altmann auf Telepolis.
14. Januar 2020
"Wenn wir überfördern, machen wir die Menschen unglücklicher"...
...Florian Rötzer auf Telepolis über die jüngsten - laut Berichterstattung - Äußerung des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble und über ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
26. November 2019
"Grundrente - Anerkennung für was?"...
...ein Beitrag von Suitbert Cechura auf Telepolis. Unsere Beiträge zur Grundrente finden Sie hier.
20. Mai 2019
"Haben Menschen von Natur aus ein Gefühl für Fairness?"...
...darüber berichtete ein Beitrag auf Telepolis, bei dem es sich um den Auszug aus einem Buch von Andreas von Westphalen handelt. Ohne nun geprüft zu haben, ob die Studienbefunde in dem Artikel angemessen wiedergegeben werden, ist eines doch etwas überraschend, hängt aber womöglich mit dem naturwissenschaftlich geprägten Design der Studien (häufig mit Bezug auf die Spieltheorie) zusammen, auf die der Autor sich bezieht. Wenn man, wie in manchen Studien (siehe unten von Kiley Hamlin und Kollegen), allzuschnell zu dem Schluss gelangt, dass Kinder "von Natur" aus mit einem starken Gerechtigkeitsempfinden oder hier "einem Gefühl für Fairness" ausgestattet seien, wird doch etwas Bedeutendes übersehen, das für eine andere Deutung spricht:
Kinder erfahren schon direkt nach der Geburt eine vorbehaltlose Zuwendung in der Regel durch ihre Eltern. Die Mütter sind durch die Schwangerschaft als Leiberfahrung schon sensibilisiert auf diese Herausforderung. Ab dem ersten Lebenstag machen Säuglinge also die Erfahrung einer zweckfreien Reziprozität (siehe z. B. hier und hier, gerade nicht in der Logik von Geben und Nehmen), in der sie als konkretes Gegenüber - so, wie sie sind - angenommen werden. Jede Äußerung des Kindes, die mit Zuwendung beantwortet wird (ganz gleich, was der Anlass für die Äußerung war), führt zu der Erfahrung, dass ein konkretes Gegenüber für den Säugling verlässlich da ist, seine Existenz also wertgeschätzt wird. Diese Zuwendung als Handeln ist sozial konstituiert, keine biologisch determinierte Leistung der Eltern, deswegen kann sie auch scheitern mit den entsprechenden Folgen für ein Kind, wenn z. B. die Zuwendung ambivalent ist, gegenläufige Botschaften an das Kind schickt und Vergleichbares. Hamlins Experiment lässt sich also so deuten, dass selbst bei Säuglingen im Alter zwischen 5 und 9 Monaten, diese Erfahrung so stabil ist, dass sie die verlässliche Zuwendung als "helper"-Erfahrung wahrnehmen, der die "hinderer"-Erfahrung kontrastiert.
Siehe auch diesen Artikel von Hamlin und Kollegen zu ihrer Forschung.
Sascha Liebermann
Kinder erfahren schon direkt nach der Geburt eine vorbehaltlose Zuwendung in der Regel durch ihre Eltern. Die Mütter sind durch die Schwangerschaft als Leiberfahrung schon sensibilisiert auf diese Herausforderung. Ab dem ersten Lebenstag machen Säuglinge also die Erfahrung einer zweckfreien Reziprozität (siehe z. B. hier und hier, gerade nicht in der Logik von Geben und Nehmen), in der sie als konkretes Gegenüber - so, wie sie sind - angenommen werden. Jede Äußerung des Kindes, die mit Zuwendung beantwortet wird (ganz gleich, was der Anlass für die Äußerung war), führt zu der Erfahrung, dass ein konkretes Gegenüber für den Säugling verlässlich da ist, seine Existenz also wertgeschätzt wird. Diese Zuwendung als Handeln ist sozial konstituiert, keine biologisch determinierte Leistung der Eltern, deswegen kann sie auch scheitern mit den entsprechenden Folgen für ein Kind, wenn z. B. die Zuwendung ambivalent ist, gegenläufige Botschaften an das Kind schickt und Vergleichbares. Hamlins Experiment lässt sich also so deuten, dass selbst bei Säuglingen im Alter zwischen 5 und 9 Monaten, diese Erfahrung so stabil ist, dass sie die verlässliche Zuwendung als "helper"-Erfahrung wahrnehmen, der die "hinderer"-Erfahrung kontrastiert.
Siehe auch diesen Artikel von Hamlin und Kollegen zu ihrer Forschung.
Sascha Liebermann
18. April 2019
"Mit dem Grundeinkommen gegen Armut und soziale Ungleichheit?"...
...ein Beitrag von Gabriela Simon auf Telepolis.
29. Januar 2019
"Gibt Götz Werner das Grundeinkommen auf?"...
...fragt Jörg Gastmann auf telepolis.
Gastmann reagiert auf die Abschaltung der Website Götz W. Werners und rühmt sich der Entdeckung (wir hatten Anfang Januar schon ebenso darauf hingewiesen wie das Archiv Grundeinkommen). Der Autor nimmt das zum Anlass, um sich mit der Entwicklung der BGE-Diskussion auseinanderzusetzen und sie in mancher Hinsicht treffend zu kritisieren.
Gastmann reagiert auf die Abschaltung der Website Götz W. Werners und rühmt sich der Entdeckung (wir hatten Anfang Januar schon ebenso darauf hingewiesen wie das Archiv Grundeinkommen). Der Autor nimmt das zum Anlass, um sich mit der Entwicklung der BGE-Diskussion auseinanderzusetzen und sie in mancher Hinsicht treffend zu kritisieren.
24. Januar 2019
"Es geht darum, dass möglichst viele aus der Grundsicherung herauskommen"...
...ein Interview mit Kerstin Tack, Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, auf Telepolis.
Drei Passagen zeigen, wohin die Reise sozialpolitisch gehen soll:
"Kerstin Tack: Eins ist doch klar: All diese Kinder leben in Armut, weil ihre Eltern arm sind. Deshalb kommen wir nicht darum herum, uns der Situation im Ganzen zu stellen. Einzelne Maßnahmen sind hilfreich, lösen aber nicht das Grundproblem. Es geht darum, dass möglichst viele aus der Grundsicherung herauskommen."
Wie kommt man heraus? Indem Erwerbstätikeit aufgenommen wird, die so einträglich ist, dass die Grundsicherung nicht mehr nötig ist - das ist zumindest normativ der Zweck der Grundsicherung für Arbeitsuchende, wie der gesamte Sozialstaat heute um diesen Zweck herum konstruiert ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Doch Armut kann verschiedene, nicht vergleichbare Gründe haben: sie kann in bloßem Einkommensmangel bestehen, wie z. B. bei Alleinerziehenden, die genügend Zeit für ihre Kinder haben möchten und deswegen mit dem Einkommen aus Teilzeit nicht auskommen; sie kann von einer traumatischen Lebensgeschichte herrühren, die es verhindert hat, dass elementare Bildungsprozesse gelingen konnten - und heute nicht nachsozialisiert werden können. Beide Konstellationen sind ganz unterschiedlich und sollen doch angesichts des Erwerbsgebots gelöst werden. Aus der Grundsicherung müsste man aber nicht unbedingt herauskommen, wenn es ein BGE gäbe, das es für legitim erklärte, nur von ihm zu leben. Aus ihm müsste auch niemand herauskommen, das ginge auch gar nicht, weil alle immer "drin" wären.
Weiter sagte Frau Tack:
"Kerstin Tack: Wir als SPD haben immer gesagt, dass es uns nicht nur darum geht, den Familien möglichst viel Geld zu geben, sondern auch für eine gute Infrastruktur zu sorgen. Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Schulen, den wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben, halte ich daher für enorm wichtig. Es erschüttert mich immer wieder, wenn Eltern mir erzählen, wie sie in ihrem Alltag versuchen, das Betreuungsproblem in den Griff zu kriegen. Diesen teils unmenschlichen Druck wollen wir den Familien nehmen. Es gibt viele Alleinerziehende, die aufgrund der fehlenden Betreuung ihres Kindes nicht in der Lage sind, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten."
Das ist er wieder, der Zweck. "Unmenschlich" wird der Druck angesichts des Zwecks, weil ihm nicht ausgewichen werden kann, ohne sich in einen unerwünschten Zustand zu begeben. Wer diesen Druck reduzieren oder gar beseitigen will, braucht andere Lösungen, die nur mit einem BGE möglich sind. Dann würde sich auch ganz schnell die Frage stellen, auf wie viel Interesse Ganztagsbetreuung noch stoßen würde, wenn Eltern sich mehr für ihre Kinder nehmen könnten, ohne sich angesichts des Erwerbsgebots dafür rechtfertigen zu müssen.
Doch Frau Tack hält an diesem Zweck fest, der gerade für die Lage verantwortlich ist:
"Kerstin Tack: Ich bin keine Freundin von "Hätte-Wäre-Könnte"-Diskussionen, das bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns jetzt darum kümmern, dass sich die Situation Alleinerziehender in Deutschland verbessert. Es darf nicht sein, dass es immer noch mit einem erheblichen Armutsrisiko verbunden ist, Kinder alleine zu erziehen. Deshalb müssen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel mehr stärken und Familienfreundlichkeit in allen Bereichen weiter ausbauen."
Also, kaum Zeit für Familie, um auf den Titel des letzten Familienberichts der Bundesregierung ("Zeit für Familie") anzuspielen.
Sascha Liebermann
Drei Passagen zeigen, wohin die Reise sozialpolitisch gehen soll:
"Kerstin Tack: Eins ist doch klar: All diese Kinder leben in Armut, weil ihre Eltern arm sind. Deshalb kommen wir nicht darum herum, uns der Situation im Ganzen zu stellen. Einzelne Maßnahmen sind hilfreich, lösen aber nicht das Grundproblem. Es geht darum, dass möglichst viele aus der Grundsicherung herauskommen."
Wie kommt man heraus? Indem Erwerbstätikeit aufgenommen wird, die so einträglich ist, dass die Grundsicherung nicht mehr nötig ist - das ist zumindest normativ der Zweck der Grundsicherung für Arbeitsuchende, wie der gesamte Sozialstaat heute um diesen Zweck herum konstruiert ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Doch Armut kann verschiedene, nicht vergleichbare Gründe haben: sie kann in bloßem Einkommensmangel bestehen, wie z. B. bei Alleinerziehenden, die genügend Zeit für ihre Kinder haben möchten und deswegen mit dem Einkommen aus Teilzeit nicht auskommen; sie kann von einer traumatischen Lebensgeschichte herrühren, die es verhindert hat, dass elementare Bildungsprozesse gelingen konnten - und heute nicht nachsozialisiert werden können. Beide Konstellationen sind ganz unterschiedlich und sollen doch angesichts des Erwerbsgebots gelöst werden. Aus der Grundsicherung müsste man aber nicht unbedingt herauskommen, wenn es ein BGE gäbe, das es für legitim erklärte, nur von ihm zu leben. Aus ihm müsste auch niemand herauskommen, das ginge auch gar nicht, weil alle immer "drin" wären.
Weiter sagte Frau Tack:
"Kerstin Tack: Wir als SPD haben immer gesagt, dass es uns nicht nur darum geht, den Familien möglichst viel Geld zu geben, sondern auch für eine gute Infrastruktur zu sorgen. Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Schulen, den wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben, halte ich daher für enorm wichtig. Es erschüttert mich immer wieder, wenn Eltern mir erzählen, wie sie in ihrem Alltag versuchen, das Betreuungsproblem in den Griff zu kriegen. Diesen teils unmenschlichen Druck wollen wir den Familien nehmen. Es gibt viele Alleinerziehende, die aufgrund der fehlenden Betreuung ihres Kindes nicht in der Lage sind, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten."
Das ist er wieder, der Zweck. "Unmenschlich" wird der Druck angesichts des Zwecks, weil ihm nicht ausgewichen werden kann, ohne sich in einen unerwünschten Zustand zu begeben. Wer diesen Druck reduzieren oder gar beseitigen will, braucht andere Lösungen, die nur mit einem BGE möglich sind. Dann würde sich auch ganz schnell die Frage stellen, auf wie viel Interesse Ganztagsbetreuung noch stoßen würde, wenn Eltern sich mehr für ihre Kinder nehmen könnten, ohne sich angesichts des Erwerbsgebots dafür rechtfertigen zu müssen.
Doch Frau Tack hält an diesem Zweck fest, der gerade für die Lage verantwortlich ist:
"Kerstin Tack: Ich bin keine Freundin von "Hätte-Wäre-Könnte"-Diskussionen, das bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns jetzt darum kümmern, dass sich die Situation Alleinerziehender in Deutschland verbessert. Es darf nicht sein, dass es immer noch mit einem erheblichen Armutsrisiko verbunden ist, Kinder alleine zu erziehen. Deshalb müssen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel mehr stärken und Familienfreundlichkeit in allen Bereichen weiter ausbauen."
Also, kaum Zeit für Familie, um auf den Titel des letzten Familienberichts der Bundesregierung ("Zeit für Familie") anzuspielen.
Sascha Liebermann
8. Januar 2019
"Arbeitsverweigerer sind nützlich für Arbeitnehmer"...
...schreibt Jörg Gastmann auf Telepolis und kommt auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen sowie manch gängiges Vorurteil über das Lohnabstandsgebot und die Armutsfalle zu sprechen.
7. Januar 2019
"Arbeitssuchende: Französische Regierung überrascht mit harten Sanktionen"...
...darüber schreibt Thomas Pany auf Telepolis.
12. Dezember 2017
"Ist jede Arbeit besser, als arbeitslos zu bleiben?"...
...fragt Florian Rötzer auf Telepolis und bezieht sich auf eine Studie britischer Wissenschaftler. Keine neue Einsicht, aber immer gut, dass darauf hingewiesen wird. Diese Frage würde sich ganz anders stellen, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen gäbe. Deswegen eben "Freiheit statt Vollbeschäftigung".
13. November 2017
"Arbeitslosengeld II und der (un)soziale Arbeitsmarkt"...
...ein Beitrag auf Telepolis über die jüngste Diskussion um einen sozialen Arbeitsmarkt, der einen Blick auf ähnliche Vorhaben unter anderem Namen in den vergangenen Jahrzehnten wirft.
7. November 2015
"Die neue große Transformation" - Interview mit Guy Standing...
...Mitbegründer des Basic Income Earth Network 1986 und noch immer aktiver Streiter für ein Bedingungsloses Gundeinkommen. Das Interview gab er Telepolis.
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