Treffend, aber: alles nicht neu, ewig dieselben Vorurteile gegen Leistungsbezieher. https://t.co/KtRlXfc7an
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 28, 2025
29. März 2025
28. März 2025
Dauer der Arbeitslosigkeit - entgegen mancher Mythen
Entgegen mancher Mythen - Dauer der Arbeitslosigkeit https://t.co/t0cXxr2qLe via @bpb_de
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 28, 2025
27. März 2025
Reminder
Basic income creates reinforced collective action. pic.twitter.com/BLarPtZ2DX
— Basic Income BC (@BasicIncomeBC) March 25, 2025
Die Annahmen, die Annahmen - mit ihnen steht und fällt alles...
Die Annahmen, die Annahmen - daran muss der Beitrag gemessen werden. Hier wird Vieles normativ gesetzt, über das wissenschaftlich zu streiten wäre, z. B.: "Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würde man sich von diesem Grundkonzept verabschieden und den Nexus zwischen...
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 27, 2025
...wie auch in dieser Studie. Siehe dazu nur diesen Abschnitt, dann wird deutlich, was gemeint ist:
"Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würde man sich von diesem Grundkonzept verabschieden und den Nexus zwischen individueller Freiheit und Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst, aber auch für die Gesellschaft schwächen. Im Kern handelt es sich beim bedingungslosen Grundeinkommen um ein einseitiges und egoistisches Konzept ohne soziale Bindungskräfte im Sinne von Reziprozität:
Jeder soll die Freiheit haben, zu machen was er will, ohne sich um die Bedürfnisse und Präferenzen anderer kümmern zu müssen. Der Staat bzw. die Gesellschaft stünden demgegenüber in der Pflicht, diese Freiheit zu finanzieren, ohne dafür eine Gegenleistung oder zumindest ein entsprechendes Bemühen erwarten zu dürfen. Damit soll nicht unterstellt werden, dass viele Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens keine guten Absichten hätten. Doch letztlich handelt es sich beim bedingungslosen Grundeinkommen um ein unrealistisches Luftschloss, in das zwar viele Hoffnungen und Erwartungen projiziert werden, das den Praxistest aber nicht bestehen würde." (Hier geht es zur Studie, das Zitat ist auf S. 50 zu finden)Eine republikanische Demokratie, die so verfasst wäre, wie der Autor hier behauptet, wäre dem Untergang geweiht, weil sie sich auf ihre Bürger nicht grundsätzlich verlassen könnte. Wenn sie das nicht kann, auch indem sie an Verantwortung appelliert, wo es nötig scheint, ist ihre Grundlage perdu. Raddatz beruft sich hier auf ein Reziprozitätsverständnis, das auf Bilanzierung setzt, dem do-ut-des folgt und keine Bindung an das Gemeinwesen und seine Normen kennt, die anderen Quellen entspringt.
Diese Deutung der Bürgergemeinschaft als Arbeitsgesellschaft ist zwar sehr verbreitet (siehe hier, hier und hier), geht aber nichtsdestrotrotz an den Realverhältnissen vorbei. Wir können aus gutem Grund sagen, dass wir heute einen Sozialstaat haben, der den Grundlagen dieser Demokratie nicht entspricht, ihnen gewissermaßen historisch hinterherläuft. Aber schon der Staatsrechtler Ernst-Wolfgang Böckenförde hat dies einst treffender ausgedrückt, worin diese Grundlagen bestehen (siehe dazu hier.)
Sascha Liebermann
Wenn das eine mit dem anderen nichts zu tun hat und die CDU in 20 Jahren nicht weitergekommen ist
Wann das ist, was die CDU zu bieten hat, ist die Partei in 25 Jahren nicht weitergekommen. Allerdings: wo sind die Alternativen, wenn dort ähnlich argumentiert wird. Und die Grünen?
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 25, 2025
25. März 2025
"Generative AI and the Future of Work. A Reappraisal"...
...die überarbeitete und aktualisierte Studien von Carl Benedict Frey und Michael Osborne, die seit dem Jahr 2013 viel Aufmerksamkeit erhalten hat.
Siehe auch unsere früheren Kommentare, in denen wir uns mit dieser Studie und angrenzenden Fragen befasst haben hier.
Erfahrungsberichte aus zweiter Hand und Vorurteile
...wie auch die Leistungsbezieher Vorurteile gegenüber anderen Leistungsbeziehern haben, die sich nicht genügend anstrengen. Die Statistik der Arbeitsagentur ist zuerst einmal hilfreich, wird aber von Definitionen des Gesetzgebers bestimmt...
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 25, 2025
23. März 2025
Treffend: Wer das eine nicht will (Verwaltungsaufwand),...
...kann am anderen (allgemeine Bedürftigkeitsprüfung) nur widersinnig festhalten. Das scheint Manchen nicht klar zu sein, die nach mehr "Effizienz" rufen, denn der Verwaltungsaufwand resultiert aus den kleinteiligen Bestimmungen, die einzuhalten sind. Diese könnten sicher anders gestaltet werden, wenn mehr über Pauschalen bereitgestellt würde, das wurde schon damals, als es um eine Reform der Sozialleistungen ging, hervorgehoben. Ganz auf die Bedürftigkeitsprüfung könnte man nur verzichten, wenn ein Bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt würde. Die Bedarfsprüfung wären dann Leistungen vorbehalten, die über das BGE hinausgreifen. Mit der Entscheidung für ein BGE, würden indes auch bedarfsgeprüfte Leistungen auf eine andere Grundlage gestellt. Während sie heute durch den Vorrang von Erwerbstätigkeit normativ stigmatisiert sind, wären sie das nicht mehr, wenn dieser Vorrang aufgegeben würde. Die normative Basis existenzsichernder Leistungen wäre damit transformiert und viele Möglichkeiten eröffneten sich, die heute so nicht bestehen (siehe dazu "Über Bedarfe und Bedürftigkeit").Aber Sie selbst sind doch sicher sowohl für die Bedürftigkeitsgeprüftheit als auch die Direktive in die Erwerbsarbeit (Dokumentieren von Erwerbsbereitschaft prüfen)? Ist beides nicht von Haus aus verwaltungstechnisch sehr teuer?
— BGE Eisenach (@bge_esa) March 23, 2025
Sascha Liebermann
18. März 2025
"Lohnt" es sich oder nicht?
Das Problem bzgl. 1) ist bei Besserverdienenden gravierender (https://t.co/1SezEuy59h). Dass jemand nur wegen 1) im Bürgergeld bleibt, wäre zu belegen, Georg Vobruba et al. haben vor langer Zeit schon etwas anderes gezeigt (https://t.co/rOjbMbrCgn)
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 18, 2025
Wo sind die Belege für diese Behauptungen?
Teils Bedenkenswertes, teils Sprüche. Wo sind Belege (Bürgergeld verhindere Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bzw. zementiere Arbeitslosigkeit)?
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 18, 2025
Forderungen: Reform von Bürgergeld und Elterngeld – „Die Vollkaskomentalität funktioniert nicht mehr“ https://t.co/XyRqGbSBUZ via @welt
Es ist mehr als erstaunlich, wie renitent diejenigen an ihren Behauptungen festhalten, wofür das Bürgergeld verantwortlich sei, ohne die Belege zu erbringen, die belastbar wären. Teils wird in dem Artikel auf Bedenkenswertes hingewiesen, das früher schon bedenkenswert war - eine Vereinfachung der Leistungen, stärkere Pauschalierung usw. Wo aber sind die Belege dafür, dass das Bürgergeld ein Hindernis für die Aufnahme von Erwerbstätigkeit sei? Über die Folgen der Beaufsichtigung und der Stigmatisierung durch die Art und Weise, wie die Leistung bereitgestellt wird, wird geschwiegen, darin kann ja doch wohl kein Problem liegen.
Sascha Liebermann
Wer trägt die Beweislast, wer soll sie tragen?
Doch dazu müsste man das Vertrauen in sie aufbringen. Obwohl die Statistik bzgl. Bürgergeldbezug für die Bezieher spricht, will die CDU eine Rolle rückwärts machen, back to Hartz IV. Verbesserung ist dadurch nicht in Aussicht. (2/2)
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 18, 2025
13. März 2025
"Eigentum verpflichtet?"
Ein kurzes Gespräch mit Sascha Liebermann in der Sendung Neugier genügt des WDR am 13. März. Es geht hier insbesondere um die Frage, was unter "sozialer Verantwortung" von Unternehmen zu verstehen ist und welchen Zweck Unternehmen haben.
12. März 2025
"Beinahe jede Arbeit..."
Interessant auch: zwar distanziert sich Herr Weil von der Kampagne gegen "Totalverweigerer", lässt dann aber nicht gelten, dass Minijobber gute Gründe für ihre geringfügige Erwerbstätigkeit haben könnten. Letztlich: Beinahe jede "Arbeit" ist besser als keine, sonst zählt nichts. https://t.co/el7OtlBY7s
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 12, 2025
9. März 2025
Warum kommt es vor, dass es Familien über mehrere Generationen nicht gelingt, den Sozialhilfebezug zu verlassen?
Um das zu verstehen, muss man sich mit Familienstrukturen und ihrer Weitergabe befassen, dann wird verständlich, warum eine solche Lage fortbestehen kann. Wenn man das nicht wissen will, bleibt man bei Vorurteilspflege stehen. Selbstauskünfte von Befragten sind keine Erklärung. https://t.co/pqasIkmEWE
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 8, 2025
Sehr innovativ: aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende wird die Grundsicherung für Arbeitsuchende
Sehr innovativ im Vergleich zum bestehenden Recht: https://t.co/Iy0nmzx3rg https://t.co/Qd1tYPInzy
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 8, 2025