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29. September 2022

23. August 2022

"Die Mär von den Leistungsträgern"...

...darüber schreibt Stephan Kaufmann auf der Website des Deutschlandfunkkultur und will die Mär  entzaubern, dass Leistung und Einkommen miteinander zusammenhängen bzw. solche Zusammenhänge auf einfache Weise hergestellt werden könnten. Dabei geht er verschiedene Begründungen dafür durch, weshalb  es den Zusammenhang geben solle und zeigt auf, warum das unplausibel ist, weil weder ein direkter Zusammenhang erkennbar sei, noch Leistung individuell zugerechnet werden könne (wie z. B. schon Emile Durkheim und später Claus Offe deutlich machten). Auch wenn diese Überlegungen nichts Neues zutage fördern, so ist es doch wichtig, darauf immer wieder hinzuweisen, wenn in keiner Debatte der Hinweis auf den "mit eigener Hände Arbeit" verdienten Lohn der "hart arbeitenden Menschen" fehlen darf. Keineswegs sollte das nun dazu verleiten, jegliche Form davon, etwas hervorgebracht oder eben geleistet zu haben, als abwegig abzutun, doch gilt es zu relativieren, worin nun der Beitrag des Einzelnen besteht.

Wenn Kaufmann aus seinen Überlegungen schließt, die Leistungsgesellschaft huldige gar nicht der Leistung, sondern dem Erfolg, verkürzt er allerdings ebenso die Zusammenhänge, denn nach welchem Maßstab soll Erfolg denn zugerechnet werden und was ist denn als Erfolg zu verstehen? Es zeigt sich hier eine ähnliches Problem wie bei dem Versuch, Leistung zuzurechnen. Warum aber belässt er es bei dem eingeschränkten Blick auf den Bereich der Erwerbstätigkeit? Es wäre ein Leichtes, in dieser Frage noch weiter auszugreifen, um aufzuzeigen, dass die nicht zurechenbare Leistung und der nicht zurechenbare Erfolg von noch ganz anderen Voraussetzungen abhängt, die gar nicht dieser Sphäre eigen sind - der "unbezahlten Arbeit" auf der einen, die erst dafür sorgt, dass es einst leistungsbereite und -fähige Bürger geben kann, dem Solidarverband der Bürger in einem universalistisch verfassten Gemeinwesen, die füreinander einstehen müssen auf der anderen Seite. Letzteres ist, worauf jede politische Ordnung setzen muss und die moderne Demokratie sich ausdrücklich beruft. Hinzugefügt werden muss hier noch, wie sehr die Leistungen der Gegenwart von den Leistungen in der Vergangenheit, also denen vorangehender Generationen, abhängen, die wir einfach nutzen konnten. Ein solch umfassend verstandener Zusammenhang der Entstehung von Wohlstand (siehe hier und hier) wirft die Frage auf, weshalb davon nicht ein gewisser Anteil allen Bürgern zustehen sollte, weil er ohnehin nicht in der Gegenwart hervorgebracht wurde und nicht individuell zugerechnet werden kann. Damit sind wir beim Bedingungslosen Grundeinkommen angelangt, das manche "Leistungsträger" für so abwegig halten, weil es ihnen schwerfällt anzuerkennen, wie gering ihr Beitrag im Verhältnis zum Ganzen ist.

Sascha Liebermann

3. November 2021

"Grundeinkommen: Ärmere stecken mehr in Kinder"...

 ...meldet ftd.de und berichtet über eine Studie der Washington State University, die in Alaska durchgeführt wurde. Überraschend sind diese Befunde nicht, auch die Bertelsmann-Stiftung hat vor wenigen Jahren vergleichbare Ergebnisse präsentiert, siehe unseren Kommentar dazu hier.

9. Dezember 2020

"Den unteren Lohngruppen drohen demnach ... gar reale Einkommensverluste" - schreibt Stefan Sell

7. Dezember 2020

"Was Mittelschicht genannt wird ist in Wahrheit schon die Reichenschicht"...

 ...ein Beitrag von Norbert Häring in seinem Blog über die Definition von Mittelschicht und willkürlich gewählte Vergleichspunkte.

6. August 2020

"Unabhängigkeit und der Erwerb von existenzsicherndem Einkommen sind nicht das Gleiche"...


...weil die Gleichsetzung Autonomie mit Autarkie verwechseln würde. Gleichwohl kann festgehalten werden, dass in einem Gemeinwesen, das Güter und Dienste als Waren handelt, Einkommen unerlässlich sind, um diese in Anspruch nehmen zu können. Insofern schafft Einkommen Handlungsmöglichkeiten, es schafft aber nicht die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, was Autonomie gerade auszeichnet.

Sascha Liebermann

19. Februar 2020

"Leistung lohnt sich eben nicht" - nach welchem Maßstab? Und was ist überhaupt Leistung?

In Spiegel Wissenschaft erschien ein Beitrag zu obigem Thema, der letztlich auf ein nicht neues (dafür wird u.a. auf die Studien des Soziologen Claus Offe verwiesen), aber beharrlich fortbestehendes Phänomen hinweist, und zwar der Unterstellung, zwischen Einkommen und Leistung (hier natürlich nur Erwerbstätigkeit) bestehe ein notwendiges Verhältnis. Aus dieser Fiktion leiten dann "Leistungsträger" durchaus ab, was ihnen zustehe und wodurch ihre "Leistungsbereitschaft" angeblich beeinträchtigt werde, z. B. durch Steuern bzw. zu hohe Steuern.

Doch Leistung ist nicht das entscheidende Kriterium für die Bestimmung von Einkommen, sie bietet keine Erklärung für Ersteres. Grund dafür ist, dass es keinen Maßstab gibt, nachdem Leistung in Einkommen bzw. Lohn umgesetzt werden könnte und dazu noch einer Person zuzurechnen wäre. Genau das aber können Löhne suggerieren, wenn man vergisst, dass sie lediglich Einkommen einer Person zuweisen und dafür zu willkürlichen Kriterien greifen. So erklärt sich auch die enorme Diskrepanz zwischen der Bedeutung von Leistung bzw. Leistungen und Einkommen vor allem in Relation zu anderen Leistungen, der Spiegel-Beitrag nennt hier Beispiele (Erzieher versus Radiologe usw.). Gerade Bereiche, die zu denjenigen mit besseren Einkommenschancen gehören, die klassischen Professionen wie Rechtspflege und ärztliches Handeln, sind strikt reguliert, es gibt oder gab keinen Preiswettbewerb, denn geregelt werden die Leistungsgratifikationen weitgehend durch Gebührenordnungen. In ihnen lebt eine vergleichbare Willkür wie bei Löhnen im Allgemeinen. Manche Einkommen lassen sich über den aufwendigen Einsatz von Geräten teils erklären, deren Nutzung finanziert werden muss, manche über die Ausbildungswege, doch das erklärt die enorme Spreizung ebensowenig. Hierzu ist es nötig, deutlich zu machen, dass Löhne und Einkommen durch Vereinbarungen zustandekommen, sie haben etwas mit Verhandlungsmacht zu tun. In ihnen kommt die kollektive Wertschätzung bestimmter Leistungsformen zum Ausdruck oder es wird gar als Maßstab ein abstrakter Index verwendet wird, wie es im Fall von Gewinnbeteiligung durch Boni, bei Provisionen oder Aktienoptionen der Fall ist.

Im Beitrag wird nun das Unbehagen an diesen Bewertungsmaßstäben damit in Zusammenhang gebracht, dass sie dem Leistungsprinzip widersprechen. Doch diese Kritik geht an der Sache vorbei, denn Leistung hat sich nie direkt in Einkommen bzw. Löhnen ausgedrückt. Das liegt gerade an der Differenz zwischen Wert/ Bedeutung einer Leistung und ihrem Preis sowie daran, dass Leistung nicht individuell zugerechnet werden kann, ohne von den Voraussetzungen zu abstrahieren, die ein Individuum erst in den Stand setzen, Leistung zu erbringen. Das fängt mit den Bedingungen des Aufwachsens (Sozialisation) in der Herkunftsfamilie an, sie eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten und Erfahrungen des Angenommen- bzw. Aufgehobenseins. Es reicht über die von der politischen Vergemeinschaftung vorgehaltene Infrastruktur, derer es bedarf, bis hin zum kollegialen Eingebundensein in einer Organisation. Wer welchen Beitrag leistet, ist gar nicht genau eingrenzbar. Nur wenn von all dem abstrahiert wird, kann eine Leistung einer Person als Eigenleistung zugerechnet werden. Genau das aber ist die Illusion, die im Leistungslohn liegt - seit es ihn gibt. Ganz abgesehen wird hierbei von all den Leistungen, die in gar keinem Lohnverhältnis stehen, die sogenannte unbezahlte Arbeit (siehe auch hier) als Voraussetzung für Erwerbstätigkeit.

An einer Stelle des Beitrages wird eine Definition versucht:

"Aber was ist eigentlich Leistung? Könnte nicht auch ein Spekulationsgewinn an der Börse als Leistung gelten? Nein, sagt Neckel, der Begriff sei zwar schwer bestimmbar, aber nicht beliebig. Mit Leistung sei stets ein beabsichtigtes Handlungsergebnis gemeint. "Wenn Sie auf den Jahrmarkt gehen und Sie ziehen ein Gewinnerlos, wird Ihnen niemand auf die Schulter klopfen und sagen: 'Das ist aber eine prima Leistung gewesen.' Es handelt sich um Zufall oder Glück." In der gesellschaftlichen Wahrnehmung stünden deshalb gerade Börsengewinne unter einem Begründungsdruck, weil sie die unbewusste Anforderung an den Leistungsbegriff – dass es sich um das Ergebnis einer beabsichtigten Tätigkeit handelt – verletzten."

Noch zu eng ist diese Bestimmung, weil ein Handlungsergebnis zwar beabsichtigt, aber nicht garantiert werden kann, Handeln ist bezüglich seines Erfolges offen. Sein Gelingen ist also auch hier auf Bedingungen angewiesen, über die der Handelnde nicht voll verfügt. Davon abstrahiert der Bestimmungsversuch.

Damit soll nun nicht gesagt werden, es gebe keine Unterschiede zwischen Leistungsformen und -beiträgen. Ihre Bedeutung ist für ein Gemeinwesen unterschiedlich, je nach Gewichtung und Bewertung. Auch ließe sich differenzieren zwischen Leistungsformen, die vor allem in der Ausführung von Routinen und anderen, in denen die Entstehung von Neuem im Zentrum steht. Wiederum andere haben standardisierte Leistungsergebnisse zum Zweck, andere individualspezifische (z. B. Pflege).

Deutlich wird im Beitrag, dass Leistung immer in Zusammenhang mit einem Beitrag zum Gemeinwohl verbunden wird, so abstrakt dieser auch sein mag. Lotteriegewinne würden eben nicht als Leistung betrachtet. Für Erben ist es deswegen gerade kein Leichtes, deutlich zu machen, worin denn ihr Leistungsbeitrag bestehe, sie müssen dies erst zeigen, z. B. in dem sie das geerbte Kapital entsprechend nutzen, um entweder unternehmerisch tätig zu sein oder gemeinnützig. Erbe ist insofern eine Bürde, die Erben auferlegt wird.

Der Stellenwert von Löhnen und Einkommen hat also viel damit zu tun, welche Leistungsformen wie betrachtet werden und dass es solche gibt, die ohne Einkommen nicht möglich, andere, die gerade durch Übersetzung in ein Lohnverhältnis ihren Charakter vollkommen verändern (siehe hier). Leistung auf bezahlte Leistung zu beschränken, geht an den Lebensverhältnissen vorbei. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde dem viel besser Rechnung tragen.

Siehe frühere Beiträge von uns dazu z. B. hier, hier, hier und hier.

Sascha Liebermann

11. Dezember 2019

"Springers Kampf für die Vermögenden – Manipulation im Reinformat"...

...ein informativer Beitrag auf den Nachdenkseiten von Jens Berger, der sich damit beschäftigt, wie verschiedene Beiträge auf Welt Online sich bemühen, die Vermögens- und Einkommensungleichheit kleinzureden bzw. zu rechtfertigen und dies mit Hilfe unbrauchbarer Daten tun.

12. Juli 2019

"Erwerbstätigkeit für 47% der Bevölkerung Haupteinkommensquelle"...

...oder andersherum 53% haben andere Einkommensquellen, leben also nicht "von der eigenen Hände Arbeit", wie illusionsgeneigt die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts deutet. Der "eigenen Hände Arbeit" ist eine beliebte Verklärung der angeblich individuell erbrachten Leistung, um von der umfänglichen Abhängigkeit von Leistungen anderer abzulenken. Alleine am Phänomen der "unbezahlten Arbeit" wird deutlich, wie sehr das eine ohne das andere gar nicht möglich ist, doch wer will sich das schon anhören, wird damit doch der Vorstellung das Wasser abgegraben, Leistung sei irgendwie eins zu eins zurechenbar - das ist die Illusion des Leistungslohns. Es lebt sich gut mit dem Märchen davon, dass die "einen für die anderen" bezahlen, die Erwerbstätigen also für die Nicht-Erwerbstätigen, ohne zu erwähnen, was die Nicht-Erwerbstätigen für die Erwerbstätigen leisten.

Sascha Liebermann

22. Mai 2019

"Musikpädagogen in prekärer Lage"...

...und was verlässliches Einkommen in einer Musikschule möglich macht, dazu ein Beitrag im Deutschlandfunk.

3. Mai 2019

"Obwohl sie bedingungslos Geld bekommen, arbeiten die Menschen weiter"...

...darüber schrieb Marie Rövekamp im Tagesspiegel.

Zwar sagt dieser Befund nicht direkt etwas über ein Leben mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen von der Wiege bis zur Bahre (siehe hierzu unsere Kommentare zu Feldexperimenten), er macht aber auf etwas aufmerksam, dass gemeinhin übersehen wird. Leistungsbereitschaft und Vergütung hängen überhaupt nicht unmittelbar miteinander zusammen, Leistungsbereitschaft ist eine davon unabhängige Dimension. Sie scheinen heute nur miteinander zusammenzuhängen, weil Einkommen nicht ohne Leistungsbereitschaft erzielt werden kann, das Erwerbsgebot verknüpft beides.

Dafür interessant ist diese Dokumentation:



Sascha Liebermann

25. Januar 2019

Einkommen als Ermöglichungspauschale...

...welche Bedeutung Einkommen für die Leistungserstellung in jeder Hinsicht hat, zeigt der Shutdown in den USA sehr drastisch, siehe dazu den Beitrag im Handelsblatt. Nicht nur beeinträchtigt er die Bereitstellung von öffentlichen Leistungen, er führt zu Einkommensausfall, der je früher Folgen hat, desto weniger Erspartes oder andere Einkommensquellen einer Person oder einem Haushalt zur Verfügung stehen. Ebenso wirkt er sich binnenwirtschaftlich aus, wenn Güter und Dienstleistungen nicht mehr erworben werden können. Einkommen ist eine Ermöglichungspauschale, weil ohne Einkommen keine Leistung erbracht werden kann.

Sascha Liebermann

17. Dezember 2018

"Warum wir kein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen"...

...dazu äußert sich Frank A. Meyer, Publizist, auf der Website der Schweizer Tageszeitung Blick. Meyer ist in Deutschland durch die Sendung "vis à vis" bekanntgeworden, die auf 3sat lief. Die kurze Videostellungnahme ist ein gutes Beispiel dafür, wie widersprüchlich Einwände gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen ausfallen können und wie wenig derjenige es bemerkt, der sich äußert. Ganz ähnlich wie bei Meyer war es einst bei Christian Lindner (FDP). Wer davon überzeugt ist, dass der Mensch etwas bewerkstelligen wolle, darüber spricht Meyer, müsste für ein BGE plädieren.

Sascha Liebermann

30. November 2018

"Die Verteilung der Löhne und Gehälter in Deutschland"...

...ein Interview mit Roland Günther vom Statistischen Bundesamt. Günther erläutert auch, weshalb der Median ein hilfreiches Maß ist, um zu ermitteln, wie die Verteilung sich darstellt, anders als der arithmetische Mittelwert, der für die Bestimmung des Durchschnittseinkommens verwendet wird, das höher ausfällt als das Medianeinkommen.

10. Juli 2018

12. Februar 2018

„Arme Familien wurden reicher gerechnet“...

...so lautet der Titel eines Beitrags in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über eine Studie, die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum auf der Basis neuer Berechnungsmethoden durchgeführt haben. Gegen Ende der Meldung findet sich dann folgender Passus:

"Auch die Einkommensschere zwischen wohlhabenden und armen Familien sei zwischen 1992 bis 2015 weiter aufgegangen, hieß es. In diesem Zeitraum sei es Familien nur durch Ausweitung der Erwerbstätigkeit gelungen, ihre Einkommenssituation zu halten oder zu verbessern. Dabei weiteten meist Frauen ihren Beschäftigungsumfang aus.

Politisch sollte ein größeres Gewicht auf die Bekämpfung von Armut gelegt werden, forderte Stiftungsvorstand Jörg Dräger. „Vor allem Alleinerziehende brauchen stärkere Unterstützung.“ Die staatliche Existenzsicherung für Kinder müsse neu aufgestellt und an ihren Bedürfnissen ausgerichtet werden. Die Stiftung plädiert für ein „Teilhabegeld“. Darin einfließen sollen das Kindergeld, der Kinderzuschlag, Hartz-IV-Leistungen und der größte Teil des Bildungs- und Teilhabepaktes, mit dem das Essen in Schulen und Kitas, Nachhilfe oder Beiträge für Sport und Kultur unterstützt werden."

Die die Studie fördernde Bertelsmannstiftung will also der Entwicklung begegnen, indem eine neue Leistung geschaffen wird. Viel weitreichender wäre, gerade für Familien und Alleinerziehende, ein Bedingungloses Grundeinkommen. Es würde die unsägliche Erwerbszentrierung aufheben, die heute normativen Druck auf Eltern ausübt und es ihnen schwer macht, sich der Aufgabe Elternschaft zu stellen, sich auf ihre Herausforderungen vorbehaltlos einzulassen. Denn irgendwo muss das Einkommen herkommen, da bleibt als legitime Quelle gegenwärtig nur Erwerbstätigkeit - das Elterngeld prämiert dies noch. Ein BGE wäre nicht unübersichtlich, nicht kompliziert und leicht zu verstehen. Dass es darüber hinaus bedarfsgeprüfte Leistungen geben muss, ist klar, doch auch sie stünden auf einem anderen Fundament, wenn die Bedürftigkeit nicht mehr im Verhältnis zum fehlenden Erwerbseinkommen bestimmt würde, sondern im Verhältnis zur Frage, was jemand benötigt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Sascha Liebermann

2. November 2016

Einkommen in Deutschland - die ARD beschäftigt sich damit im Geld-Check

Die Sendung gibt Einblick in die Einkommensverhältnisse in Deutschland, das Medianeinkommen liegt bei 3000 Euro laut Statistischem Bundesamt. Es darf natürlich der Hinweis auf den hohen Beschäftigungsstand nicht fehlen, er kommt von Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft. Ein Kommentar von unserer Seite dazu hier, aber auch im ARD-Beitrag wird auf den Anteil der Teilzeitbeschäftigung am Beschäftigungsstand hingewiesen.

12. August 2014